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NASA dankt Team der Sternwarte Bochum für Hilfe bei Missionsverlängerung der Sonnen-Sonden Stereo

STEREO-Sonnen-Sonden verwenden jetzt sog. Turbo-Codes - Software von AMSAT-DL geschrieben und über Sternwarte Bochum implementiert

Am 2. April 2013 wurden die zwei NASA STEREO Raumsonden zur Übertragung ihrer Echtzeit-Weltraumwetter-Beobachtungsdaten permanent auf Turbo-Codes umgeschaltet. Ein weltweites Netzwerk von Bodenstationen, bei der Sternwarte Bochum/Deutschland, CNES in Toulouse/Frankreich, NICT in Koganei/Japan und in Kiel empfängt diese Daten. Die dazu nötige Turbodecoder-Software wurde von der AMSAT-DL geschrieben.

NASA dankt den Bochumer Kollegen

Doug Biesecker, NOAA Space Weather Prediction Center, kommentierte:

"Dank der wundervollen Arbeit unserer Kollegen, die den Betrieb in

Bochum sicherstellen, sowie die Unterstützung durch das DLR, können

wir nun sicher sein, dass wir die Echtzeit-Daten der NASA/STEREO-Satelliten während der gesamten Missionsdauer empfangen werden."

Der Stereo Empfang in Bochum wird von AMSAT-DL e.V. gemeinsam mit der Sternwarte Bochum durchgeführt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und DLR gefördert.

Dank an Stadt, Land und Bund

Thilo Elsner, Leiter der Sternwarte Bochum dankt allen Partner für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren: Ohne die weitsichtige Unterstützung beim Wiederaufbau des Radoms durch Stadt und Land, könnte Bochum heute keine Daten an die NASA liefern.

Weltraumwetter-Vorhersage

Die STEREO-Daten tragen bedeutend zur Weltraumwetter-Vorhersage bei und werden von der NOAA täglich zur Bereitstellung der bestmöglichen Vorhersagen genutzt.

Das Weltraumwetter bedroht zunehmend die technologische Infrastruktur unserer modernen Welt, mit nachgewiesenem Einfluss auf GPS, Elektrizitätsnetze und Hochfrequenz-Kommunikationssysteme.

Technischer Hintergrund Turbo-Codes-Verfahren

Die Umschaltung auf Turbo Codes hat die Empfangsmöglichkeit der Bodenstationen um ca. 2 dB verbessert, eine sehr willkommene Verbesserung in Anbetracht der wachsenden Distanzen - 269 bzw. 286 Millionen Kilometer - die überbrückt werden müssen.


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